Journalistin und Autorin

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Paul Badde und das Volto Santo von Manoppello

Mein lieber Freund und Kollege Paul Badde, verstorben im November letzten Jahres, hat sich am Ende seines Lebens intensiv mit dem Volto Santo, dem Gesicht des auferstandenen Herrn, beschäftigt, das in Manoppello auf dem Tarigni-Hügel aufbewahrt ist. Vor nunmehr 20 Jahren und vor meiner Bekehrung, habe ich diese einzigartige Tuchreliquie besucht. Und später sogar einen Krimi dazu geschrieben, „Das Farnese-Komplott“.
Mein Freund Paul war so oft er konnte, in Manoppello. Das war damals von meinem Haus bei Ancona in Italien praktisch um die Ecke. Man fährt die Autobahn bis Pescara und dann noch ein paar Kilometer ins Landesinnere hinein. Ich habe geschworen, dass ich eines Tages, sollte ich mal wieder in meine italienische Lieblingsgegend kommen, sein Grab dort besuchen werde.
Diesen Text aus 2011 hat er mir großzügig zur Online-Verwendung überlassen.
Im Jahr 2027, so prophezeite er, wird das winzige Städtchen nicht wiederzuerkennen sein.
Und so Gott will, werde ich dich, mein lieber Freund, an deinem Grab besuchen.

>>Bei der Taufe Josephines, unserer jüngsten Enkelin, haben wir im letzten Monat im Frankfurter Kaiserdom eine Kopie des „wahren Bildes“ entdeckt, wie es mir noch nie unter die Augen gekommen ist. Das milde Gesicht Christi, schwebend, vor einem durchsichtigen Schleier, auf dem es ruht wie auf einem Nimbus. Ich weiß nicht, wer es gemalt hat. Hände eines Meisters, das ist klar. In dem Chorraum des ehrwürdigen gotischen Gotteshauses hat er es hinten rechts in eine sechsblättrige Lünette über jene Tür hinein gemalt, die vom Altarraum des Domes zur Wahlkapelle der Könige des Heiligen Römischen Reiches der Deutschen führt. Frankfurt am Main war 1356 in der Goldenen Bulle Karl IV. als Ort der Königswahl durch die sieben Kurfürsten festgelegt worden. Der Chor war schon kurz zuvor, 1345, fertig gestellt worden, die Wahlkapelle daneben im Jahr 1425. In dieser Zeit wird auch dieses Bild über dem Türsturz angebracht worden sein. Durch diese Tür traten die „römischen Könige“ der Deutschen mit den Kurfürsten nach ihrer Wahl erstmals vor das Volk, um im Dom gemeinsam das Te Deum zu singen. Die Tür ist also eine Schlüsselstelle der Geschichte Europas. Das war den Architekten bewusst, die damals eben hier das Antlitz vom Erlöser der Welt an die Wand malen ließen, wie es keine andere Kultur kennt. Denn dass Christen nicht nur ein, sondern das Bild Gottes schlechthin haben, ist ja damals wie heute das Alleinstellungsmerkmal der Christenheit unter allen Religionen.
Das haben nur die Christen.
Sie wissen: in Jesus hat Gott sein Gesicht gezeigt. Damals glaubten sie aber noch, dass Gott von diesem Gesicht ein Bild hinterlassen hat, das keine Menschenhand je schaffen konnte.
„Das Geheimnis der Person drückt sich in seinem Gesicht aus,“ schrieb mir vor einigen Monaten eine Schwester Columba aus einem Kloster der orthodoxen Welt, wo sich dieser Glaube bis heute gehalten hat. „Im Gesicht dessen, der in der Mitte von allem ruht, als Alpha und Omega, sind – wie Dante sagte – auch unsere eigenen Gesichter hinein geschrieben. Nur wenn wir ganz auf das Gesicht dessen schauen, dessen Name heißt ICH BIN, werden auch wir imstande sein zu sagen, nun, in Ihm: ICH BIN.“
Dieses Bewusstsein hat in der Orthodoxie die Ikonenmalerei erblühen lassen. Die Ikone der Ikonen aber ist die Vera Ikon. Im Frankfurter Dom ist sie so ungemein zurückhaltend gemalt, dass eigentlich nur der es erkennt, der das Original einmal gesehen hat. Sicher kannte das auch der Maler. In den Kathedralen des Ostens und Westens bekamen alle Kopien des Originals immer die vornehmsten Ehrenplätze. Um das Urbild zu sehen, musste man damals indes noch nach Rom pilgern. Denn für das „wahre Bild“ selbst kam natürlich nur der prominenteste Platz des Abendlands überhaupt in Frage, beim Grab des heiligen Petrus. Kein Wunder, dass deshalb für dieses Original im Jahr 1506 die größte Kirche der Welt errichtet werden sollte.
Gleich über dem Grundstein des neuen Petersdoms ließ Bramante einen turmhohen Tresor für das wahre Bild errichten. Es war ein rätselhaft schöner, gleichsam immaterieller Schleier, der im Zeitalter der Bilderstürme Ostroms im Jahr 707, unter Papst Johannes VII., nach Rom gelangt war. Hier blieb es bis zum Jahr 1527, ganze 820 Jahre lang. In dieser Zeit entstanden zahllose Kopien des Bildes, eine schöner als die andere, vom Mosaik der Zenonkapelle in Santa Prassede bis zu den großen Darstellungen italienischer, deutscher, französischer oder flämischer Meister. Am wunderbarsten an der Herkunft und Geschichte des wahren Bildes ist aber für uns, dass es im Jahr 1527 im „sacco di Roma“ verschwand, Jahrhunderte verschollen blieb, doch glücklicherweise nicht verloren ging – und dann fast, doch nicht ganz so leise wieder in die Geschichte zurück kehrte, wie es einmal verschwunden war, als Benedikt XVI. am 1. September 2006 als erster Papst nach 479 Jahren auf einem Hügel hinter Manoppello, an der Adria, wieder sein Knie vor dem ehemals kostbarsten Schatz der Päpste beugte. Es war die erste Pilgerreise seines Pontifikats in Italien, für die er sich selbst entschieden hatte. Keiner war auf die Wiederentdeckung vorbereitet.

Im Gegensatz zum Grabtuch von Turin, das 1898, zum Zeitpunkt seiner ersten Fotografien, schon eine Jahrhunderte alte Verehrung im Westen hinter sich hatte, war das wahre Bild bei uns Jahrhunderte lang in Vergessenheit geraten. Keiner hatte mehr mit ihm gerechnet. Keiner hatte es erwartet. Kein Forscher hatte es mehr auf dem Radar – bis auf ein paar Hirten und Bauern und Fischer der Abruzzen, unter denen es sich als ein lokales Heiligtum verborgen hatte. Ungläubiges Staunen begleitete deshalb auch die Wiederentdeckung. Denn der Fund war ja kein christliches Troja. Es ist keine ausgegrabene Ruine. Es ist ein lebendiges Bild, so leuchtend und sprechend wie am ersten Tag, doch eigentlich noch leuchtender, so offen, mit so viel Licht wie noch nie zuvor. Unglaublich leicht zugänglich, an jedem Tag des Jahres, kostenlos.

Am beglückendsten ist aber heute einfach, dass das legendäre „wahre Bild“ der Kirche keine Legende war, wie selbst ein so herausragender Gelehrter wie Hans Belting überzeugt ist. Für ihn kann es nie existiert haben. Hätten sich Exemplare der legendären Gattung erhalten, schrieb er 2005 in seinem Buch „Das echte Bild“, würden sie rasch „als Fälschungen entlarvt“. Hier hat sich das echte Bild aber erhalten; und trotz mannigfaltiger Versuche hat noch keiner es als Fälschung „entlarven“ können.
Hier haben wir es vor uns. Es ist die Bildmutter aller Christus- Ikonen. Es ist unerklärlich. Kein Wunder, dass Staunen wie ungläubige Skepsis dieses Bild schon immer begleitet haben, von Dante bis zu Martin Luther.
Denn es ist nicht nur ein Bild. Es ändert sich in jedem Licht. Es ist ein Lichtbild. Doch es gibt kein objektives Foto von ihm. Fast alle Fotografien dieses Christus-Porträts täuschen eine Eindeutigkeit und Eindimensionalität vor, die es nicht hat. Es birgt in sich tausende von Bildern, die alle verschieden sind – bis auf die Barmherzigkeit, die immer aus diesen Augen spricht: „Willst Du mein Freund sein?“ Es ist das Facebook des Himmels.

Es geht zu weit, alle Namen aufzuzählen und zu erklären, die es zuvor schon hatte: Mandylion, Abgar-Bild, Camuliana- Schleier, Sanctum Sudarium, Heiliges Gesicht, Muschelseidentuch, Veronika – doch kein Name hat sein Wesen so erfasst wie der Begriff „wahres Bild“. Wahrheit ist der archimedische Punkt seines Wesens. Deshalb dürfen wir uns das Bild in diesem hauchdünnen transparenten Gewebe am besten als ein Stück materieller Wahrheit vorstellen. So etwas kann es nicht geben, wie jeder weiß, weil wir uns Wahrheit gewöhnlich als einen streng philosophischen Begriff vorstellen. Dennoch, hier haben wir dieses Paradox vor uns. „Die Wahrheit ist Person, heißt es bei Nicolàs Gómez Dávila. So ist es. Hier ist er. Jesus selbst hingegen schweigt, als Pilatus ihm die Frage stellt: „Was ist Wahrheit“. Auf diese Weise schweigt auch das wahre Bild. Es schaut uns nur an. Vielleicht wird es die Generation Facebook und die nächste und übernächste Generation der Christenheit als ein quasi kosmisches Speicherchip des barmherzigen Gottes entdecken und erkennen, mit zahllosen Gigabytes ungelesener Informationen, die sie dann zu entziffern beginnen. Denn es ist ja ausgerechnet an der Schwelle des digitalen Zeitalters in die Geschichte und zu uns zurückgekommen. In einer gewaltigen Rückkehr der Bilder und Hieroglyphen zu den Pforten unserer Wahrnehmung erinnert es uns heute wie kein anderes Dokument an dies: Wir haben ein Bild Gottes! Das Fleisch gewordene Wort. Keiner muss deshalb fordern, dass diese Ikone zum Polarstern der Evangelisierung erhoben werden soll. Das ist und wird sie sowieso, auch ohne jede Werbe-Kampagne. Seit dem Besuch Benedikt XVI. hat eine wahre Völkerwanderung zum wahren Bild auf dem Tarigni-Hügel hinter Manoppello begonnen, wie zu einem neuen Berg Tabor, aus allen Teilen der Erde, die nicht mehr enden wird. Der Papst, der nicht müde wird, das „menschliche Gesicht Gottes“ zu preisen, hat sie mit seiner Pilgerreise angeführt. „In dieser Zeit werden wir unseren Blick auf Jesus Christus richten,“ sagte er jetzt am 11. Oktober in seiner Ankündigung von einem kommenden „Jahr des Glaubens“. Die Neu-Evangelisierung ehemals christianisierter Nationen, von der Kardinal Koch vor Wochen sagte, dass sie nur ökumenisch vorstellbar sei, kommt hier schon längst in einer ökumenischen Prozession ans Ziel, aus allen Teilen der vielfach gespaltenen Christenheit.

Im Jahr 2027, zum 500. Jahrestag der Entführung und Rettung des Schleiers aus dem Vatikan, wird Manoppello nicht wieder zu erkennen sein. – „Der sieht ja aus wie ein Schaf!“ sagte meine Frau erschrocken, als wir zum ersten Mal vor dem wahren Bild Christi standen. Inzwischen erkennen viele tausende, mich eingeschlossen, in diesem Gesicht den schönsten unter allen Menschen. Dennoch hatte meine Frau natürlich recht. Seht, das Lamm Gottes!<<

August 19, 2026   No Comments

Wir hatten die bessere Musik #3

(Und dazu noch schöne Männer)

Juni 26, 2026   No Comments

Einen Rosenkranz für Paul Badde!

Mein lieber Kollege und Freund ist gestern im Alter von 77 Jahren in Manoppello verstorben. Es war sehr gut, dass er seine letzten Tage und Stunden dort verbringen konnte. Er hat das Städtchen in den Abruzzen praktisch zu Weltruhm gebracht, denn es hütet das „Volto Santo“. Eine rätselhafte Reliquie, über die er nicht müde wurde zu schreiben.

Ich lernte Paul vor etwa 15 Jahren via Guido Horst zusammen mit Armin Schwibach in Rom kennen und wie so viele Kollegen, erinnern wir uns gerne an den gemeinsamen Mittagstisch in der Osteria „La Vittoria“, einen Steinwurf entfernt vom Vatikan und direkt um die Ecke des Büros seines Vatican-Magazins. Der römische Weißwein (oder vielmehr der aus dem Latium) ist köstlich, und so haben wir manchen Humpen geleert. Einmal war es so kalt und frisch – wir saßen draußen-, dass wir uns in die Arme nahmen, um uns zu wärmen. Dauerte nicht lange, der Weißwein sorgte für ein Übriges. Es war Paul, der mich im Jahr 2006, wenn ich mich recht erinnere, auf die Idee brachte, nach Manoppello zu fahren, von meinem damaligen Wohnort in Italien war das geradewegs um die Ecke, immer der Adria entlang nach Süden, dann ins Hinterland hinein. Die Wegstrecke seines Schaffens umfasste die Achse Jerusalem-Rom, insofern war es schlüssig, das eines seiner letzten Bücher sich zum „sein“ Abendland drehte.

Inzwischen haben die Kollegen Michael Hesemann für kath.net und Alan Posener für die WELT zwei sehr bemerkenswerte Nachrufe verfasst.

Paul pflegte mir jedes Jahr zu meinem Namenstag am 4. Dezember einen Glückwunsch zusammen mit einem schönen Bild zu mailen.

Dieses Jahr kann er das leider nicht tun. Obwohl ich sicher bin, dass es ihm jetzt gut geht, bin ich untröstlich.
Die Beisetzung ist am Samstag in Manoppello, und nichts könnte stimmiger sein. Würde ich noch in Italien leben, ich würde hinfahren, es war ja praktisch um die Ecke.

Möge die Erde dir leicht sein, lieber Paul.

November 11, 2025   No Comments

Tatjana Goritschewa – Vetschnaja pamjat‘

Heute erfuhr ich, dass Tatjana Goritschewa bereits am 23. September verstorben ist.
Ich habe sie nicht persönlich gekannt – aber es war mir so.
Es war mir so, weil ich bereits als Kind ihre Schriften kannte. Weil ich ebenso wie sie Yoga praktizierte und doch zum christlichen Glauben fand.
Bei ihr war es das Vaterunser, das sie als ein Gebet unter manchen rezitierte – und dann kam der Moment, der sie erkennen ließ, dass Jesus und der Vater eins sind.
Weil sie eine Russin war, und damals, mitten im Kalten Krieg, wir nur einen Herzschlag voneinander entfernt waren in unserem Denken und Fühlen.
Als ich ihre Schriften jetzt wieder gelesen habe, fiel mir eine Bemerkung auf, dass sie als Zwangsemigrierte auf den bundesdeutschen oder auch französischen Autobahnen nicht fahren konnte, ohne die vielen Tierleichen an deren Ränder zu bemerken, dass ihr das wehtat. Im letzten Drittel ihres Lebens hat sie sich dann auch um den Tierschutz gekümmert und sich dafür stark gemacht.
Ihr Werk bleibt heute noch zu entdecken. Ein Freund, der sie nicht kannte, stieß auf ein Zitat von ihr: „Heidegger sprach vom Sein, doch ohne Christus bleibt es ein Schatten – die wahre Ontologie ist die Erlösung.“
Tatjana Michailowna Goritschewa.
Eingeschrieben in das Buch der Lebenden.

Oktober 10, 2025   3 Comments

Die 7 Wort Jesu auf Plattdeutsch

Im Frühjahr war ich ein paar Tage auf Fehmarn und habe in der Nikolaikirche in Burg in einer Seitenkapelle diese Entdeckung gemacht:

Es handelt sich um die 7 Worte Jesu am Kreuz in Plattdeutsch oder auch Niederdeutsch. Die Diskussion darüber, ob es sich hierbei um einen Dialekt oder eine Sprache handelt, lassen wir an dieser Stelle beiseite. Ich habe mich sehr über diese Entdeckung gefreut.

August 4, 2025   No Comments

Rumänisch

Ich hatte ja an anderer Stelle geschrieben:

Constanta mit einem Komma unter dem zweiten t, also weich gesprochen wie Constanzia, ist eine wunderschöne Stadt. Wenn man sich Rumänien vorstellt, denkt man nicht direkt an italienische Lebensart, sondern an Dracula oder so was.
Dabei hat dieses Land so viel mehr zu bieten.
Natürlich war ich auch in der orthodoxen Kirche dort, natürlich auch angemessen bekleidet: Frauen tragen einen überknielangen Rock, die Schultern sind bedeckt. Ich hatte meinen Schleier dabei, denn es ist würdig, dass Frauen in einem Gotteshaus ihr Haupt bedecken (und nur dort!). Eine Mitreisende nahm ihr Hütchen ab, ich habe ihr erklärt, dass sie das gar nicht machen muss. Nur Männer müssen ihr Haupt entblössen.
Vor der Kirche stand ein schrumpeliges altes Mönchlein, Vollbart, schwarz gekleidet. Ich holte mir seinen Segen ab und spendete natürlich für sein Kloster. Zum Dank erhielt ich eine wunderschöne Gebetskarte mit der Veronika darauf.
Danach im Jachthafen mit vielen Cafébars und Restaurants sowie einem weißen Riesenrad. Ich konnte mir das nicht vorstellen, aber überall italienishe Lebensart – die Rumänen haben ja auch die Sprache mit den Italienern, naja, mehr oder weniger. Mein erster Satz auf Rumänisch war an eine Dame gerichtet mit Hündchen: Come si chiama? Wie heißt er? Das ist identisch. Da die Antwort lautete: Lara! ging ich davon aus, dass meine Frage korrekt gestellt war. So toll.

Ah ja, Ovid ist dort im Exil gestorben. Ich könnte mir wirklich Schlimmeres vorstellen.

Heute hatte ich also wieder das Vergnügen, bei unserem Rumänen Griechisch essen zu dürfen. Warum er nicht rumänisch kocht, entzieht sich mir vollständig, aber dafür mache ich Fortschritte im Rumänischsprechen. Da er Andreas heißt und ich das weiß, wäre die Frage: Come si chiama? eher lächerlich gewesen. Aber ich konnte ein Bild zeigen und „Eisernes Tor“ – „Portile di Fiera“ sagen.

Ich liebe Sprachen.

Juli 4, 2025   No Comments

MIKROZENSUS

Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe, aber seit mindestens 10 Jahren werde ich von diesem Mikrozensus-Fragebogen heimgesucht.
Ich habe keine Lust mehr.
Als Nächstes schreibe ich denen, dass ich nach Sibirien ausgewandert bin.

Juli 3, 2025   No Comments

Interview mit Christian Spaemann über die heilsame Wirkung des Rosenkranzgebetes

Das Interview war ziemlich spannend und ist schon seit geraumer Zeit online.
Vor 25 Jahren habe ich noch Om Namaha Shivaya gechantet – heute ist das glücklicherweise anders. Mein Lieblingsgebet ist mittlerweile das Jesus- oder Herzensgebet.

Hier zum Interview:
>> BW: In den vorliegenden Studien ist zumeist die Rede davon, welche Auswirkungen sich auf Körper und Psyche des Individuums ergeben beziehungsweise einander bedingen. Gibt es in Bezug auf den Rosenkranz nicht noch etwas darüber hinaus?

Ch. S.: Das aufrichtige christliche Gebet bleibt nie in der Immanenz von Körper und Psyche stecken. Wenn wir auch nur einen winzigen Bruchteil an Bewusstsein dafür entwickeln könnten, dass jeder von uns von Ewigkeit her gewollt ist, aus Liebe erschaffen wurde, und dazu berufen ist, sich mit dem ewigen Gott zu vereinigen; wenn uns bewusst wäre, dass wir keine Angst vor dem Tod haben müssen und im Sterben in die andere Welt hinüberwechseln wie von einem Zimmer ins andere, dann würden wir vor Freude platzen. An diesen winzigen Bruchteil kommen wir nur über die Stille heran. <<

Juli 3, 2025   No Comments

Ich war am Schwarzen Meer!

Ich kann es immer noch nicht fassen. In Serbien, Rumänien, Bulgarien, der Slowakei – und in Wien, wo ich mit der U-Bahn zur Russisch-Orthodoxen Kirche im Diplomatenviertel gefahren bin. Ich hatte noch etwas mit dem heiligen Nikolaus von Myra und Matrona von Moskau zu klären und mich zu bedanken – beide Reliquien werden dort aufbewahrt.
Weil gerade „Pride“-Day war, wünschten mir die Wiener U-Bahn-Betriebe auf ihren Anzeigetafeln ein herzliches „Ride with Pride!“
Ich hätte gerne zurückgeflucht. Aber diesen Leuten kann man eh nicht mit Sanftmut begegnen.

PS: Die russisch-orthodoxe Kirche in Wien befindet sich genau gegenüber von der iranischen Botschaft. Volltreffer.

Juli 1, 2025   No Comments

Die KI und ich

Dass es mit mir und der KI nicht gut laufen würde, war mir alsbald klar.
Immerhin habe ich es schon vor 15 Jahren nicht ertragen, wenn mein SOLARIUM mit mir sprach. Glücklicherweise nervt mich ja die KI noch nicht mittels direkter Ansprache – sie wird halt jetzt immer neu und stolz auf Google präsentiert.
Dass die KI nicht nur falsch, sondern auch gefährlich ist, wen wundert es. MICH NICHT.
In irgendeinem vorsintflutlichen Medium wie der New York Times hat man das wohl mal festgestellt.

Eben gerade durfte ich dank Belehrung durch KI erfahren, dass Rumänisch zu den slawischen Sprachen gehört.

WAS ALLES NOCH?

April 25, 2025   No Comments